Hamburgs Kulturszene bewegt sich – diese fünf Entwicklungen solltest du kennen.
In Harburg hat der Kultur Palast, ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus, nach vier Jahren Umbauzeit wieder geöffnet – mit einem mehrtägigen Programm aus Konzerten, Hausführungen und einem Tag der offenen Tür. Ein wichtiges Signal für die Stadtteilkultur in Harburg.
Bei Kampnagel hat der Bund eine größere Förderung für Umbau und Erweiterung der internationalen Kulturfabrik zugesagt, gemeinsam mit der Stadt Hamburg finanziert. Ende Oktober ist der offizielle Spatenstich angekündigt. Geplant wird der Umbau vom Architekturbüro Lacaton und Vassal, Träger des Pritzker-Preises – ihr erstes Projekt in Deutschland. Kampnagel soll während der gesamten Bauzeit weiter bespielt werden.
Am Deutschen Schauspielhaus startet Intendantin Karin Beier die neue Spielzeit mit dem neuen mehrteiligen Zyklus „Fremde Sonne“ von Roland Schimmelpfennig, der Fortsetzung des vielbeachteten Zyklus „Anthropolis“. Die ersten Teile feiern Ende September Premiere und sind einzeln oder als Theatermarathon erlebbar.
Im Museumsherbst zeigt die Hamburger Kunsthalle seit Anfang September die Ausstellung „This Is the Modern World“ mit rund 125 Werken aus der eigenen Sammlung, unter anderem von Brücke-Künstlern, Picasso, Munch und Anita Ree. Das Bucerius Kunst Forum widmet sich seit Mitte September jüdischen Kunstsammlerinnen und Kunstsammlern in Deutschland, deren Sammlungen während der NS-Zeit durch Enteignung, Zwangsverkauf und Flucht zerschlagen wurden – unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Und aus der Literaturszene: Der Mara-Cassens-Preis, den das Literaturhaus Hamburg für den besten bereits veröffentlichten deutschsprachigen Debütroman vergibt, ist nach einer erneuten Erhöhung der Dotierung jetzt der finanziell am höchsten dotierte Preis dieser Art im deutschsprachigen Raum. Eine Publikumsjury aus Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins entscheidet Ende November, die Verleihung ist traditionell der Saisonauftakt des Literaturhauses im Januar.
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