Anklage nach tödlicher ICE-Kollision in Hamburg-Rönneburg
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gestern (11.09.2026) beim Landgericht Hamburg Anklage gegen einen 36 Jahre alten Lkw-Fahrer erhoben. Ihm wird fahrlässige Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung sowie gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen.
Hintergrund: Am 11.02.2025 blieb ein Sattelzug mit Schienenladung am beschrankten Bahnübergang „Reller“ in Hamburg-Rönneburg auf der Strecke Hamburg–Bremen stehen. Der ICE 613 von Hamburg Hbf nach München mit rund 291 Fahrgästen an Bord kollidierte mit dem Fahrzeug. Ein Fahrgast, Prof. Dr. Thomas Großbölting, Leiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg, starb an den Unfallfolgen. Mehrere weitere Fahrgäste wurden verletzt.
Laut Staatsanwaltschaft entstand ein Sachschaden von rund 3,5 Millionen Euro. Der Lkw-Fahrer war nach dem Unfall zunächst vorläufig festgenommen und am Folgetag mangels hinreichenden Tatverdachts wieder freigelassen worden. Nach Abschluss der Ermittlungen ist nun Anklage erhoben worden.
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